Sopron

Sopron

Der anderthalb Km breite Landstreifen des Soproner Becken und die umliegende Hügel- und Bergländer waren vor allem wegen ihrer vorteilhaften geographische Lage seit langem bewohnt. Schon im 4.-5. Jahrtausenden v.u.Z. gab es bewohnte Gebiete um die Bernsteinstraße, die später im Mittelpunkt der zukünftigen Stadt stand (aus dem ausgestellten Material der Ausstellungen “Landschaften und Gedächtnisse der Bernsteinstraße”, bearbeitet von János Gömöri, und “Dreitausend Jahre entlang der Bernsteinstraße”, die im Fabrizius Haus veröffentlicht worden ist).

Die Bernsteinstraße selber war eigentlich nie so genannt, und die Römer haben nur ein System von seit langem existierenden Handelsstraßen modernisieren müssen. Das haben sie auch getan, indem sie die von Erde bedeckten Landstraßen mit Fliesensteinern ausgelegt – und damit staubfrei gemacht – haben. Im Neolit die Repräsentanten der transdanubiensischen Kultur der Linienornamente – die Landbevölkerung, die Gruppe Zheliz, und eine Gruppe der Polnischer Kultur, die Handwerkzeuge usw. aus Steine hergestellt haben – haben wichtige Gedächtnisse im Gebiet hinter sich gelassen.

Vor sechstausend Jahren wurden sie mit der Gruppe “Balaton Lasinja” abgewechselt, die sich auch mit Tierzucht beschäftigten. Die Siedlungen am Rande des Soproner Becken (Nándormagaslat) waren schon in der Kupferzeit (2500-1900 v.u.Z.)mit Schutzgraben befestigt.

Die Bevölkerung brauchte mehr Schutz, zumal das Gegend schon beim Treffen von mehreren Handelsstraßen lag. Die gefundene Gegenstände (Juwelen, Zeuge, usw.) der Bronzezeit vermerken die verschiedenen Kulturen die hier gelebt haben. Die erste fortwährende Siedlung wurde im 8.-9. Jahrhunderte v.u.Z., von den Kelten erbaut. Die Siedlung lag auf dem gegenwärtigen Bécsi Hügel und breitete sich dem Bächlein Ikva entlang aus. Dies wurde offensichtlich bewiesen, als die Wohnsiedlung Jereván erbaut wurde, und mehrere Funde und Kunstgegenstände auftauchten. Der Ort wird meistens als “Krataucker Fundort” benannt. Bei dem Urnenfriedhof der späteren Bronzezeit waren auch mehrere Zeuge usw. zu finden, unter denen Gegenstände, die bei der Produktion von weiteren Zeuge benutzt wurden.

Unserer Kenntnisse nach sind die ersten richtigen, aus Erde gebauten Festungen in den-6.-4. Jahrhunderten v.u.Z. zustande gekommen (Eisenzeit). (Diese Informationen stammen aus den Funden von Lajos Bella. Die Funde sind unter dem Aussichtturm Várhely(Burgstall, 483 m) mit einem Denkmal angedeutet.) Diese Zeit ist auch als die Zeit der Hallstatt-Religion beschrieben.

Das Plateau von dem Burgstall war eine befestigte Siedlung von Illyrern in der Hallstatt-Zeit. Gegen 350 v.u.Z. wurde das Gebiet von den Kelten erobert. Der Bau von Graben und Festungen wurde nach der Ankunft der Römer fortgesetzt; am Ende waren sie etwa 2000 m lang, und bedeckten insgesamt 38 Morgens. Ähnliche Festungen wurden auch am Ort gebaut, wo heutzutage der Károlymagaslat liegt. Gegen das zweite Jahrhundert v.u.Z. sind diese Festungen vom Äußeren durch Steinmauern verstärkt worden. Auf dem Bécsi Hügel hat man die Überreste von einer anderen Siedlung gefunden. Die Ruinen stammen aus der La Téne- Zeit, und die Siedlung hatte wahrscheinlich auch eine Festung.

Die aus den 5.-4. Jahrhunderten v.u.Z. stammenden Funden des Krataucker-Fundorts haben uns unheimlich viel geholfen, die Gebräuche und religiöse Gepflogenheiten der Zeit zu verstehen. Es gab eine Religion, mit Elementen ähnlich zu den ethrusk- griechischen System von Göttinnen, die den Faden des Lebens spannten und schneideten. Vielartige Darstellungen dieser Göttinnen usw. wurden bei den Funden freigelegt. Auf die rekonstruierten Bilder kann man Teile von Häusern, Lagerhallen und Werkstätte sehen.

Die Gebäude der 4.-5. Jahrhundert waren in die Erde gegraben, mit einem Form ähnlich zu anderen Graben, und standen auf Absteckpfählen. Die eigentliche Entwicklung der Siedlung folgte als die Römer die Bächen Ikva und Rák erreichten. Die Römer sind während der Regierungszeit von Tiberius (14-37) angekommen. Nach Plinius Senior haben sie zuerst eine Siedlung auf den umgebenden Hügeln errichtet, unter dem Namen “Oppidum Scarbantia Iulia”.

Hügel (2. Jahrhundert), der Friedhof (auf dem St. Michael Hügel) und die Töpfereien (heutzutage Paprét) gehörten auch zur Siedlung. Auf dem Forum stand das Capitolium (wo heute das Rathaus steht), und die Basilica, was auch der Gerichtsstand war. Die Basilica lag wo es heutzutage das Apothekenhaus und den Gambrinus gibt, auf zur Gebäude der Curia – ihre nordwestliche Anfahrt wurde 2001 gefunden, 4,5 Meter tief unter dem Grund, als eine neue Gaslinie hingelegt wurde. Nach der Feststellung wurde die Anfahrt wieder zugedeckt. Die Basilica hatte zwei Eingänge. Nach dem Gebrauch der Zeit führten zu beiden Eingängen je drei Treppenstufen. Mit Rücksicht auf die Funden kann man feststellen, dass die Konturen des Forum entsprechen der Darstellungen der TKM 455, mit der Verbesserung, dass zwischen der Curia und Basilica blieb es offensichtlich kein Raum übrig für eine kleinere Nebenstraße. Eine der Eingänge öffnete sich zum Forum, die andere zur Bernsteinstraße. Neben diesem Gebäude stand die Curia, mit dem Tempel des traditionellen römischen Religion und der Kirche der altchristlichen Gemeinde. Der Tempel wurde an Silvanus gewidmet, den Gott der Wälder, Gärten und Bauernhöfe. Beide Gebäude standen an der Stelle des heutigen “Vasalóház” (Bügelhaus).

Die Römische Scarbantia lag auf einer Kreuzung der Bernsteinstraße (Nord-südliche Richtung) und der Straße, die von Arrabona (Gyõr) nach Vindobona (Wien) führte (Ost-westliche Richtung). Gegen diese Zeit hat man schon angefangen, die sumpfigen Orte zwischen den Bächen Ikva und Rák aufzufüllen. Die Römer, die auch ihr Kunst und ihre Kultur mitgebracht haben, haben eine Bürgerstadt errichtet, und keine militärische Festung. Die Bewohner waren vor allem Kaufmänner und Veteranen. Der Bau in den sumpfigen bereichen wurde auf Absteckpfählen basiert. Dies hat immer noch einen langen Arm auf dem Bodengrund der Soproner Innenstadt, und verursacht manchmal hohes Grundwasser; das Faulen von den hölzernen Pfählen verursacht die Abschwächung des Fundamenten. Diese Verläufe haben in der Vergangenheit etliche Unbequemlichkeiten, sogar Tragödien verursacht. Deswegen ist es schwer, sogar mit der heutigen Technologie, die Fundamente von älteren Häusern so zu sichern, dass die allgemeinen statischen Voraussetzungen gleichzeitig erfüllt werden sollten. Dieses Phänomen ist verantwortlich auch dafür, das die Basen der Curia (die ausgestellte Teile) musste zu eine höhere Ebene aufgebracht werden. Während der Regierung des Kaisers Vespasianus (69-79) wurde die Stadt zu einer Municipium (eine Stadt, die eigene Verfassung hat, und deren Einwohnern alle römische Bürger sind): Municipium Flavium Augustum. Die Ruinen von 73 Villa wurden in der Nähe gefunden, die Überresten von Villa-Farmländer, wo man Weintrauben züchtete, und Handwerkskunst und Handel trieb.

Die Römerzeit hat nicht nur das römische Architektur mit sich gebracht, sondern auch die Artikel der Massenproduktion. Die Massenproduktion hat die Römer und Romanisierten zur Benutzung eines ähnlichen Produktionssystems gezwungen. Im 1.-2. Jahrhundert wurde der Bernsteinhandel immer wichtiger im Leben der Stadt. Gegen diese Zeit tauchen die kunstvoll bearbeiteten Bernsteine als Handelsstücke auf. Am Anfang war die Stadt locker gebaut; wahrscheinlich bestand sie aus eine Hauptstraße, die den Bereich diagonal überquerte, und ein Paar Straßen lotrecht zu der Hauptstraße. Das Stadtbild wurde erst um 50 geplant. Der Bau der Römerburg kam aber zuvor. Sie hatte eine Ellipsenform, und war 404×250 Meter breit. Die Mauer, die vor 380 gebaut worden sind, zeigen, dass die Burg soll eher die Einwohner als das Reich verteidigt haben. Die zwei Tore standen bei der heutigen Elõkapu (Vorderes Tor) und Hátsókapu (Hinteres Tor).

Als die Markomannen der Stadt mit einer Attacke gedroht haben, sind auch 27 Basteien rund um die Mauer gebaut worden. Die Hauptachse der Ellipse entsprach der Richtung der Bernsteinstraße. Um dieser Zeit nahmen die Straßen ihre heutige Form auf. Die Ausgrabungen in der Városház Straße haben bewiesen, dass durch der Bau von den Burgmauern eine neue, künstliche Grenze errichtet worden ist, die manchmal schon existierende Häuserteile voneinander trennte (die Teile außerhalb der Mauern wurden vernichtet). Die Burg hatte eine Struktur von drei Mauernschichten (diese Struktur ist nicht das gleiche wie das mehrfache System von Mauern, das in der Mittelalter, in der Zeit von Kristóf Lackner erbaut worden ist, sondern die römische Burg, die um der Innenstadt gebaut worden ist, und deren Mauernsystem). Diese Mauer bestanden aus großen Quadersteinen von außen, und kleineren Quadersteinen von inneren. Zwischen den zwei Schichten gaben es Mörter mit gebrochenen Steinen vermischt. Bei dem Eingang wurde die Landstraße enger, 3 Meter breit statt 4,8 Meter, und lag zwischen zwei Türme, wo die Tore mehr Schutz baten. Auf den Burgmauern gab es circa 32-35 Basteien und Türme, mit der gleichen Entfernung zwischen einander. Alle waren massiv bis zum ersten Stock, mit einem 4×8 M Zimmer auf dem oberen Stock, damit die Garnison und ihre Ausrüstung genug Raum hatte.

Es ist sehr wahrscheinlich, das als der Bau der Burg schon angefangen hat, bildete sich schon ein anderes Stadtkorn aus. Diese lag im Bereich um der St. Michael-Kirche, wo es damals einen römischen Friedhof gab. Nach der beigefügten Kupferstich, im 4. Jahrhundert gab es eine altchristliche Gemeinde in der Stadt Scarbantia, die sogar eine bischöfliche Stadt wurde. Das Christentum, in einer Sinne, hat die früheren römerzeitlichen Status “einkulturiert”, und eine der ersten Kirchen “Villa Scarbantiae” wurde auch hier gebaut. Die Kirche funktionierte auch als Bahrenstelle, und die Verstorbenen wurden in dem alten Römerfriedhof beerdigt. Die St. Michael-Straße und Dorfmeisterstraße haben die zwei Stadtteile durch das Vordere Tor verbunden.

Die Reste der früheren Stammeswanderungen können hier auch entdeckt werden, vor allem, wenn wir die umliegende Dörfer und Gegenden auch examinierten. Die erste Phase dieser Abwanderung war von den germanischen Kwaden gekennzeichnet, diese Zeit wurde auch die “Foederati Zeit” (375-433) genannt. Die zweite Phase war die Hunnenzeit (besonders beachtenswert in Ostpannonien). Nach dieser Periode kam die von der Ostrogothen (455-471). Als vierte kam die Zeit der “Sveb Herulen”, und schließlich die Lombardenzeit (526-586). Zunächst, als die Awaren sich vorankämpften (568), wurde die Burg auch unbewohnt. Jedoch gibt es einen Bericht, dass die meisten Christen schon früher versucht haben, aus der Stadt wegzufliegen, etliche aber der romanisierten Bewohner haben bis 568 in der Nähe gesiedelt. Die Burg wurde nachher ruiniert. Auf der Stelle der ehemaligen Stadt wuchs dann Weideland, das, mit Beobachtungsstationen ausgestattet, auch zur Verteidigung der Grenzen diente.

Der Ort hat seinen Stellenwert verloren, denn weder in der Zeit der großen Migrationen, noch später gab es ein Grenzenlinie in der Nähe. Nach der Offensive der Franken, als Karl der Große die Grenzen seines Reichs zum Fluss Rába ausbreitete, erhielte der Ort auch nicht viel Bedeutung. Danke der Offensive, alle Gebiete nordwestlich vom Rába entfernt, wurden von den Franken erobert. Das Awarische Reich hat sich inzwischen vom Inneren auch geschwächt, und als die Attacke der Fränkische und Bulgarische Stammen sich häufigten, konnte es seinen Zerfall nicht entgehen. Um dieser Zeit wurden die Franken getauft, und ein feudalartiges System hat sich in ihrer Gesellschaft entwickelt. Die neuen Festungen sind zu dieser Zeit gebaut worden, um die Grenzsoldaten einquartieren zu können. Ein bedeutender Fund dieser Zeit ist der Cunpald-Becher, der da gefunden worden ist, wo jetzt der Zuckerfabrik von Petõháza liegt.

Nach der Ungarischen Eroberung (gegen 900) das neue Komitatssystem wurde eingeführt. Im Komitat Sopron Häuptling Súr hat gesiedelt. Zu dieser Zeit waren die römische Mauer immer noch 5-6 Meter hoch. Súr war der Ahnherr des mittelalterlichen Stammes namens Osl (Osli), dessen Häuptlinge später viele Namen der näheren Siedlungen spendeten. Das ungarische Reich streckte sich zum Fluss Enns aus. Deise war die Zeit der Umschweifen, die gewöhnlichst aus Westungarn starteten. In der nähe von Sopron hat man einige silbernen Münzen gefunden, die auch von der Besteuerung der Westlichen Bereiche Europas und Norditalien stammten. Nach der ungarischen Eroberung haben sich die Offensiven der barbarischen Stämme nicht gemäßigt. Der bessere Schutz der Straßen und die Vorbeugung der Offensiven war äußerst nötig. Deshalb hat sich der erste christliche König Ungarns, König Stephan, entschieden, eine Festung auf die Ruinen der ehemaligen römischen Burg von Scarbantia erbauen zu lassen: Sopron. Der König hat die Grenzlinie zur Leitha gestellt.

Zur Zeit von König Stephan war die Festung eher genau auf die römischen Ruinen reorganisiert, als neu gebaut worden. Die Kassettenstruktur der Festung, die auf die rekonstruierten römischen Ruinen gestellt worden sind, war aus hölzernen Pfählen herausgearbeitet, und mit Lehm ausgefüllt. Die neue Burg wurde zwischen 1030 und 1074 durch ein gewaltiges Feuer zerstört: die untere hölzerne Strukturen, die die Bogenschützen und Schleuder schützten, mussten die untere Bereiche der Mauern erricht haben, wo die hölzerne Pfählen standen. So konnte nur der rötlich gebrannte Lehm die verkohlten Überresten der Pfähle erhalten.

Die Burg der Feudalherren hatte zwei Tore, wo jetzt die Elõkapu (Vorderes Tor) und Hátsókapu (Hinteres Tor) stehen. Das Vordere Tor wurde nur ein Paar Meter von dem ehemaligen Nördliches Tor Scarbantiae gebaut. Das südliche Tor Scarbantiae war eingemauert, statt welchem ein neues Tor am östlichen Mauer geöffnet wurde. Die Einwohner konnten aber durch das alte Tor immer noch ausbrechen; so eine “Kriegslist” hat eine, von Bela der IV. in 1242 ausgegebene Urkunde in sich eingeschlossen. Den Bau hat man neben die römischen Mauern angefangen; so sind die Ellipsenförmige Straßen (St. Georgengasse und Kirchgasse) entstanden. Im Fokusse der Ellipse sind zwei Plätze entstanden (Hauptplatz-Forum, und Ursulinerplatz – Salzmarkt). Letzterer hat seine Name vom königlichen Salzaufbewahrungs- und Verteilungsstelle erhalten. Später wurden die “grüne Flecken” zwischen den Straßen in zwei Teile getrennt, und eingebaut; so entstand z.B. die Klostergasse zwischen der Kirchgasse und Neue Gasse.

Die Häuser dieser Straßen gehören zur heutigen Innenstadt, damals wurden sie von den Burgmauern geschützt. Der frühe Bau der Burg kann durch eine Urkunde von König Klement bewiesen werden. In dieser Urkunde wurden an den Kreuzritter Gottfried Bouillons bestimmte Strecken in Sopron empfohlen, damit die Kreuzritter in Ruhe und Sicherheit durch die Stadt hätten ziehen können. In der Urkunde ist Sopron “castellum Cyperon” genannt, also die Burg war vermutlich eine bedeutende Festung.

Die Burg war eine so genannte “vogtliche Burg” (sogar der Name Sopron kann von dem Name des ersten Vogtes, Suprun stammen), und wurde von den in der Nähe liegenden Dörfern bedient. Diese Tatsache ist auch durch die Untersuchung der Namen von den herumliegenden Dörfern bewiesen worden. Die religiösen Überreste der Stadt können auch Anleitungen geben. Nach dieser waren die Siedlungen auf dem Bécsi Hügel erbaut, um die immer noch benutzte römische Landstraße zu bewachen. Die frühere Kirchen der Siedlung waren auch hier gebaut: die Hl. Johann- und Michael-Kirche und die Hl. Jakob-Kapelle. Nach der Wiedereinnahme der Burg, im Jahre 1247 hat Béla der IV. den Hl. Johann-Orden hier angesiedelt.

Der Orden musste die Stadt von der Richtung der Wiener Tor bewachen. Die Kirche der Großen Notre-Dame, in 1278 zusammen mit der Hl. Michael-Kirche genannt, wurde auch außerhalb dem Mauern gebaut. Sie stand der Vorderen Tor gegenüber, auf der heutigen Stelle der Maria-Säule. Im Jahre 1533 war die Kirche wegen militärischer Gründe abgebaut. Vor dem Abbau war sie die Stelle des Soproner Bistums. Innerhalb der Mauern gab es eine Kirche nach Hl. Georg genannt, die durch einen Christen-Torso in der Ausstellung der Geschichte Soprons dargestellt worden ist. (In der mittelalterlichen Sopron gab es insgesamt 12 Kirchen.)

In 1162 Farkas, ein Burgknecht der Burg Sopron ist genannt, und in 1257 Béla der IV. spricht über ein Gebiet namens Harka, das zur Burg Soprons gehört. In 1265 der Burgvogt der königlichen Burg ist Vogt Peter. Die auf der Grenze stehende Burg (deren Kirchen zu dieser Zeit schon existieren) ist mehrmals unter der Attacken von Ottokar der II. geraten; zwischen 1253-1278 wurde sie mehrmals bekämpft und niedergeschmettert. Um die Treue der Stadt zu entsichern, haben die Truppen von Ottokar die Kinder von mehreren Familien als Geisel mit sich gebracht. Doch öffnet Sopron ihre Toren im Jahre 1277vor die Truppen von König Ladislaus (Kun) der IV. auf. Um die Loyalität der Stadt zu anerkennen, um die Bevölkerung zu schützen und ihren (letztens verminderten) Anzahl zu steigern, der König schließt den Rest der königlichen Bogenschützen (lõvérek, sagittarii) die Stadt an. (Die Zuschrift “Civitas Fidelissima” – von Sopron im Jahre 1921 erhalten -, und der königliche Brief wird später, im Absatz über die Volksabstimmung diskutiert.)

In 1277 wird die königliche Burg von Ladislaus der IV. zu einer der Königlichen Freistädte erhoben. Zu dieser Zeit wird das zweite, äußere System von Mauern der Burg zugebaut. Die Privilege von Sopron (die von Béla der IV. und Stefan der V. früher gegeben worden sind) werden wieder bekräftigt: die Hälfte der Zollabgabe am Neusiedler See soll für die Stadt überbleiben, so dass die Tore und Basteien der Burg gemäß in Stand gehalten werden können. Die Länder der königlichen Hofknechte gehörten auch zur Stadt. Die Soproner Bürger mussten nicht mehr zum Gerichtsstand des Königlichen Vogtes zu gehen; ihre eigenen Richter waren jetzt erlaubt, die größeren Untaten auch zu beurteilen.

Die Decima (1/20 Teil Steuer) der Stadt konnte auch für die Verbesserung der Stadtmauern benutzt werden. Die Bürger konnten auch Türme bauen, um das Verteidigungssystem der Stadt zu fördern. Ladislaus der IV. hat auch die Siedlung außerhalb der Mauern verboten, und befahl denen, die schon draußen ansiedelten, in die Stadt zurückzukehren (intra muros), sonst hätten sie ihre Güte verloren. Dieses Dekret zeigt das Auftreten von neuen (wahrscheinlich deutschen) Siedlern in der Gegend, und der Bau der “Újteleki” Vorstadt außerhalb der Mauern.

Zwischen 1277 und 1360, die frühere königliche Grenzfestung wurde zu einer blühenden Königlichen Freistadt, eine Stadt der Händler, in der die deutschen Einwohner allmählich zur Mehrheit wurden. Im Mai 1339 fördert der König Karl der I. der Bau von Festungen in der Stadt; als finanzielle Unterstützung gibt er den Bürgern die Hälfte der Zollabgabe am Neusiedler See. Die Kosten der regulären Aufrechterhaltung der Burg war eine schwere Belastung für die Stadt, also haben sich die Bürger beim König um eine Steuergenehmigung beworben. König Sigmund befehlt dem Bischof von Gyõr, Johann, dass er die reguläre Decima (1/20 Teil Steuer) der Stadt geben sollte, um die finanzielle Unterstützung zur Aufrechterhaltung der Mauern zu sichern. In August vom selben Jahr ein Dekret ist entstanden, dementsprechend hat die Stadt 200 Forints aus dem 1/30-Steuer von Sopron zur Verbesserung der Mauern und der Graben erhalten.
Sopron ist eine der sieben Königlichen Freistädte, die Stadtkanzlei und die Stadtarchive werden auch eingerichtet. In 1440 Elisabeth, die Witwe von König Albert, flieht mit ihren Hofknechten und mit ihrem Sohn, Ladislaus der V., der noch ein Säugling ist, nach Sopron. Im nächsten Jahr wird die Stadt zu dem deutschen König Friedrich der III. verwirkt, trotz den Protesten des Bundes der Königlichen Freistädte, zu dem Sopron auch gehörte. Der deutsche König Friedrich der IV. befehlt in 1447 der Bürger den Bau der Brüstung (hiernweer) bei der unteren Mauernenge (zwinger). Nach 1379 das Gebiet, das außerhalb der Innenstadt, doch innerhalb dem zweiten Mauernsystem lag, wurde in vier Viertel aufgeteilt (die vier Vorstädte von heute). Diese viertel wurden je in vier kleineren Bezirke aufgeteilt. Das äußere Komitee, eine Körperschaft von 24 Beamten, ist auf diese Weise entstanden: 8 Vertreter der Innenstadt, und 4×4= 16 Vertreter der Vorstädtischen Bezirke. Zu dieser Zeit war die Anzahl der Einwohner wahrscheinlich etwa 2100-2300, aber bis 1427 steigerte dieser Nummer bedeutsam, zu 4000.

Der erste Bericht über die Anzahl der Häuser stammt aus 1379. Die Gilden erschienen in 1447, was (vor allem in der früheren Zeit) bedeutete nicht nur die Verteidigung der Interessen des Gewerben oder Vertretung, sondern auch eine Garantie der Produkte, und die finanzielle und menschliche Quellen der Unterstützung von den verarmten Mitglieder der Gruppen. Interessantweise gab es auch die so genannten “religiöse Gilden”, deren Aufgabe nur das Bewahren von ihrem religiösen Leben war. Die älteste von deren ist die St. Georgen-Gemeinschaft, in die alle Pfarrer und Stadtskanzler eintreten mussten, so dass die Gemeinschaft bis 1550 hat so die profane wie die religiöse Exekutive kontrollieren können. In der Mitte des 16. Jahrhunderts wurde die Stadtmauer mit Brüstungen gekrönt. Während der Herrschaft von König Matthias Corvin ist die Mauer schon teilweise zerfallen. In 1463 der König tauscht die Stadt wieder zurück, und ein Jahr später befiehlt die Verbesserung der ruinösen Mauern. Die Adelige sollten die Bauen auch unterstützen. Ab 1469 gewährt König Matthias jährlich 100 Forints aus dem Soproner Kronensteuer, auch zur Unterstützung vom Bau der Mauer- und Türme.

In einem aus 1477 stammenden Dekret informiert er den Stadtrat, dass er seinen in der Nähe von Sopron lagernden Truppen befohlen hat, bei der Verbesserungs- und Festungsbauen mitzuhelfen. Die in der Stadt einquartierten Truppen müssen äußerst gewalttätig gewesen sein, denn der König befiehlt sie weg, und nur ein Paar Fußgängertruppen bleiben, um an die Festungen der Burg zu arbeiten. Die Burg und die Stadt spielt eine sehr wichtige Rolle während Matthiasens Krieg gegen den deutschen Kaiser, und wird zunächst ruiniert. Um die zerstörte Teile neuzubauen, in 1483 entsteht ein Dekret, dementsprechend die Stadt vom jährlichen Steuer zehn Jahre lang 300 Forints, vom 1/30 Steuer 16 Jahre lang 200 Forints behalten kann.

In 1496 König Ulaslo der II. stimmt zu, dass die Stadt den 1/30 Steuer zwei Jahren lang zur Verbesserung der Mauern benutzen kann, doch gegen 1500 bittet ihn die Stadt, dass er die Stadt von den Steuern befreien sollte, denn es gibt keine Mauer mehr, um die Stadt zu schützten, und der einzige Turm über dem Tor auch völlig zerstört ist (omnis desolata est). Der Neubau der Burg hat mißgelungen werden müssen, oder sind die Mauern wieder verletzt worden; in 1507 Ulaslo schickt ein anderes Dekret, dementsprechend Sopron ihre Festungen wieder aufbauen sollte. Um das zu ermöglichen, macht er die Stadt 3 Jahre lang von allen außergewöhnlichen Steuern frei, und stimmt auch zu, dass Sopron auch die Steuer der umliegenden Dörfer zu diesem Zweck verwendet. Dieses Dekret wird in 1510 verlängert, und in einem Brief, der in Tata, im Jahre 1515 geschrieben wurde, verkündigt der König, dass alle Juden und ihre Vorgesetzten müssen bei der Bauarbeiten mithelfen. Sie müssen die Häuser auch in guten Stand halten, sonst kann sie der Stadtrat dazu zwingen. Im gleichen Jahr der König – er hätte den Untergang von Sopron gesehen – macht allen Bürgern von den 1/30 Steuern frei, indem sie bereit sind, das Baumaterial zum Neubau von ihren Häusern selber an die Stelle zu liefern – das gilt auch für Leibeigenen und ihre Sachbesitze (Házi, Archive I, 6, 232, 250, 322, 333). Louis der II: macht die Stadt in 1525 vom 500 Forinter außergewöhnlichen Steuer frei, so dass die Burgmauer verbessert werden können.

Diese Arbeiten mussten Ende 1526 aufgehört haben, denn der König informiert János Dóczi, den königlichen Schatzmeister, die Behörden des Soproner Komitats, und die königlichen Steuereinnehmer, dass die Stadt für ein weiteres Jahr vom Zoll und Steuer befreit worden ist, damit sie die Festungen der Stadtmauern gemäß beenden können. Doch nach der Herrschaft von König Matthias Corvin verliert die Burg ihre militärische Signifikanz sehr schnell. Die dreifache Stadtmauer, zum ersten Mal auf der Karte von 1597 dargestellt, sind die Ergebnisse von einer Entwicklung, die mehrere Jahrhunderte dauerte. Gleichzeitig wurde die mittlere Mauer mit Erde aufgefüllt (die so genannte Turmgärten), die bei einer Offensive vom Außen in der Verteidigung eine wichtige Rolle spielten, aber man konnte die Kanone auch auf diese “Gärten” stellen. Die große Bastei wurde erst 1631 fertig; eine ähnliche wurde hinter dem Ursulinerkloster gebaut. In 1641 ein fünf-eckiger Turm wurde auf der südwestlichen Ecke der Burg gebaut (“auf italienischer Art”).

Als die Schussfeuerwaffen erschienen, die frühere Mauern, die zum alten militärischen Ausrüstungen (Bogenschütze usw.) gestaltet worden sind, beteten kein Schutz mehr. Deshalb wurden die alte Löcher der Mauer eingefüllt, und ein ca. ein Meter hoher Backsteinmauer wurde noch auf sie gebaut. Schießscharten wurden in die Mauern geschnitten, die die Benutzung von der neuen militärischen Technologie ermöglichten (die Gewehre wurden zwischen den Scharten gefüllt, und durch die Scharten gefeuert). Die Tore wurden umgebaut, in den Eingangsdämmer hat man Fallgruben gegraben. Der Burggraben wurde mit dem Wasser des Bächlein Rák gefüllt.

Im Jahre 1524 der Reformation taucht in Sopron auf, zum ersten Mal in Ungarn. Trotz der Ketzenverbrennungen bekehrt sich bald die Mehrheit der Bürger zum Lutheranischen Religion. In 1526 werden die Juden aus der Stadt ausgewiesen. In 1529 die Türken erobern und verwüsten die Vorstädte – die Stadt ist immer noch nicht in der Lage, ein modernes Verteidigungssystem auszubauen. Als die anstößigen Schussfeuerwaffen erfolgreicher wurden, und ihre Reichweite sich erhob, die umliegende Höhen (vor allem der Hl. Michael-Hügel) wurden von großer Nachteil. Den Hl. Michael-Hügel ins Verteidigungssystem einzubauen hätte doch solche Kosten für die ständig verschuldeten Habsburg-Kaiser bedeutet, dass sie die Investition nicht riskieren konnten. Der Militärrat von Wien, als er das westliche Verteidigungssystem der Burg ausgebaut hat, hat die Soproner Burg nicht verbessert.

Vor dem Ostern von 1617 schreibt die Chronik mehrmals über die Verbesserung der Mauern, vor allem bei der Tore (bei Wieden, dem alten Hl.Michael-Friedhof, und bei allen vorstädtischen Tore). In diesem, fürs Weingut ausgezeichneten Jahr der Turm neben dem hinteren Tor (Hátsókapu) wurde auch gebaut. Neben dem Hinteren Tor wurden ein Paar türme gebaut, und der Bau der äußeren Burgmauer, der in 1617 anfing, wurde endlich fertig. Manche, als sie die frühere Erwähnungen des verschiedenen Toren in den Dekreten sehen (Fischertor 1432, Hl. Michael-Tor 1504, Windmüllertor 1523, Újteleki-Tor 1524, Hl.Leonard-Tor 1475, und Ungarischer Tor 1535), denken wohl irrtümlicherweise, dass es da irgendeinen früheren Mauern geben musste. Doch die Chronik zeigt eindeutig, dass die äußere Mauer erst in 1617, von Lackner erbaut worden sind. Also was für Mauer hätten da vor 1617 stehen können, wenn sie nur nachher gebaut worden sind? Die richtige Auslegung für “Tor” muss also “Barriere”, “Sperre” gewesen sein.

Es muss eine torartige Sperre gewesen sein, die nicht unbedingt zwischen zusammengefügten Mauern standen. Die Mauer konnten durch einfache Zaune ersetzt werden. Nachdem der Bau von den Mauern um die Innenstadt fertig war, hat es länger gebraucht, bis das dreifache System von Mauern mit den Türme sich entwickeln konnte. Die Siedlungen außerhalb der Burgmauern haben die Steinzaune auch erst später eingerichtet. Diese Mauer oder Zaune hat aber kein Schutz vor seriöse Attacken geleistet.

Bis zum Ende des 15. Jahrhunderts war das mehr oder weniger viereckige Gebiet der Burg von hohen, schützenden Mauern umgeben. Vor den Mauern gab es einen etwa 60 Meter breiten freigelassenen Platz, der immer noch entdeckt werden kann, wenn man die Fassaden der Häuser am Grabenrunde, Széchenyi-Platz, Petõfi-Platz, Ógabona-Platz, und wieder am Grabenrunde ansieht. Diese Linie von Häusern folgt die etwas gebrochene Linie der Burgmauern. Die meisten äußeren Mauern und Basteien sind immer noch zu sehen. Der Platz wurde der effektiven Reichweite der Bogenschützen entsprechend freigelassen (nach Jenõ Gyalókai ist diese Weite 60 M lang), und, um das Aufklettern von Feinde vorzubeugen, ein Paar runde Basteien wurden vor der Mauern gebaut. Diese Stelle hat den Soldaten ermöglicht, fast in allen Richtungen zu feuern. Wenn wir die heute sichtbaren Mauern ansehen, die, die die Innenstadt beschützten, es wird eindeutig, das diese die Mehrheit der Sicherung von Sopron leisteten. Dieser Behauptung entsprechend hat man diese Mauern am stärksten befestigt, wo man nah nebeneinander stehende, runde Basteien verwendete. Die innere Mauer, dem “zwinger” in der mittleren Mauer gegenüber, formte den innersten Kreis von diesem System.

Diese Mauer – die auch Wände von existierenden Häusern enthält, manchmal mit den neugebauten Fassaden von den Häusern – enthält auch einige Schießscharten und Rampen, die auch ihre eigentliche Funktion eindeuten. So kann man im Storno-Haus (Hauptplatz 8.) einen mit Spitzbogen geschmückten Türrahmen einer mittelalterlichen Rampe, oder im Lackner-Haus (Hauptplatz 7.)einen gotischen Türrahmen finden. Im Hl. Georgengasse 19, über der Linie der Mauerenge, die ruinöse mittelalterliche Mauer steigen immer noch etwa 5 Meter hoch. In ihren oberen Teilen sind drei Schießscharten zu sehen, deren Größe der Größe der in den Hauptmauern stehenden Schießscharten entspricht. Nicht nur Fußgänger-Auffährte, sondern auch Fahrrampen leiteten zu jener Mauerenge, die sich 3 Meter hoch über die Innenstadt hob.

Im Hof des Hauses Nr. 1. in der Hl. Georgengasse ein mittelalterlicher Türrahmen kann betrachtet werden, der sich in segmentierten Bogen endet, deren Breite ca. 2,40 Meter war. Die innere Mauer des dreifächigen Mauersystems kann offensichtlich entdeckt werden: in den Höfe und an den Enden von Häusern Nr. 8, 7, 6 am Hauptplatz, Nr. 3, 2, 1 am Ursulinerplatz, Nr. 19, 17, 15 der Hl. Georgengasse. An den Enden der Grundstücke sind di so genannten “Turmgärten”. Die Häuser Nr. 2, 4, 16, 18, 22 der Kirchgasse und Nr. 13, 9, 7 und 5 der Hl. Georgengasse können Mauern dieser “Gärten” enthalten. Die inneren Mauern können mit 5-6 Meter höher gewesen sein, als die von den Mauerengen, und waren ca. 0,6-1 Meter tief. Die gleiche Größe der Türme in der mittleren Mauerlinie (Innendurchmesser: 5,20 Meter), sogar ihre gleiche Häufigkeit der Mauern entlang (ca. 30 Meter zwischen den Achsen) beweisen es, dass das ganze Verteidigungsgebiet zur gleichen Zeit gebaut wurde. Die Mauerndicke über den Engen, bei den Schießscharten ist etwa 0,6-0,7 Meter. Die Entfernung zwischen den Schießscharten ist zwischen 2,40 und 2,80 Meter, so bilden die Schießscharten eine geordnete Linie. Die Schießscharten sind in die dem Graben gegenüber stehenden Mauernebene eingebaut. An den Seiten sind sie 8 Cm breit und etwa 65 Cm hoch, doch in Richtung auf den mittleren Bereichen der Mauern breiten sie sich zu einer 65-70 Cm breiten, in segmentierten Bogen endenden Kegellinie aus. In den meisten Fällen sind sie mit Backsteinen überlegt.

Die runde Basteien existieren auch immer noch, einige sind zwar nut teilweise übergeblieben. Sie sind in den Häusern Nr. 7, 5 am Hauptplatz, Nr. 2, 8, 16 der Kirchgasse, Nr. 2 der Theatergasse, Nr. 3, 2 am Ursulinerplatz, Nr. 19, 15, 9, 3 der Hl. Georgengasse, und im Nr. 4 der Rathausgasse sichtbar. Von der Stelle der früheren Burggraben betrachtet, die runde Basteien neben den Häusern Nr. 110, 102 und 98 am Grabenrunde, und in den Höfe der Häusern Nr. 10 am Grabenrunde und Nr. 11, 15, 19, 25 und 31 in der Theatergasse sind auch noch zu sehen. Die Mauern dieser Basteien, die von den Seiten und in den Ecken der Burg Schutz leisteten, sind genauso dick wie die Hauptmauer. Die Größe ihrer Schießscharten kann nicht festgelegt werden, denn keine dieser Schießscharten sind unverletzt geblieben. Doch es kann immer noch festgelegt werden, das die Türme je 3 Schießscharten hatten. Die an den Seiten schauten immer der Burgmauern gegenüber, die mittlere schaute vorwärts. Einer aus 1597 stammenden Karte folgte eine Bastei die andere mit einer Entfernung von 25 Meter, und bei den Häusern Nr. 17 und 18 am Széchenyi-Platz standen es zwei Türme, mit einem Abstand von 12-13 Meter voneinander entfernt. Die Ruinen, die man gefunden hat, als die Einbaufassung des Kongresszentrums in 2001 hingelegt worden ist, können wohl von einer dieser Basteien stammen. So hätte die Aufstellung dieser zweier Basteien eine zum Schutz der Tore ausgearbeitete Ausrichtung sein können.

Die barocke Lage des Vorderen Tores (Elõkapu) hat die gute Sitten der mittelalterlichen Strukturen der Burg aufbewahrt. Diese Lage wurde vor dem Jahre 1754 von Joannes Georgius Trost Maurermeister dargestellt. Damals wollte die Stadt eine Kapelle und eine Säule an Hl. Johann von Nepomuk widmen. Um deren zukünftige Stelle festlegen zu können war die Zeichnung bestellt (Original: Sopron, Stadtarchiv). Die Burg, neben den kleineren Türme und größeren Rondellen, die das einstellen von Schussfeuerwaffen auch ermöglichten, hatte auch eine alte italienische Bastei. Diese lag am südwestlichen Ecke der Burg, mit einer ihrer Seitenansichten auf den Petõfi-Platz, mit der anderen auf den Széchenyi-Platz schauend. Die Bastei steckte sich mit etwa 6 Meter aus dem nebenan liegenden Mauernebenen hervor, so dass diese Hauptmauer einfach zu verteidigen war. Diese “alte italienische” Bastei, zusammen mit den Rondellen wurde erstaunlich spät gebaut, erst nach 1597. Die andere Rondelle wurde Mitte des 17. Jahrhunderts gebaut, sie hat ein Struktur das üblicherweise bei den früheren Türme benutzt wurde.

Im Jahre 1676 ein ungeheuerlicher Brand zerstört die Soproner Innenstadt. Die Mehrheit der Häusern, die zu dieser Zeit im Besitz von innerhalb der Mauern Schutz suchenden Adeligen standen, wurde irgendwie verletzt. Der überwölbende Teil der äußeren Burgs, der ein Paar Meter lang im Garten von Franz-Liszt-Museum überblieb, wurde gegen 1640 gebaut. Das Wiener Tor (auch Windmühltor genannt), das in der Achse der Wiener Strasse liegt, ist der Bruchpunkt der äußeren Burgmauern. Die kleine Bastei neben diesem Tor ist ziemlich ruinös. Wenn man die Richtung der Mauern nach Süd-Westen folgt, kann die Stelle des früheren Jesuiten-Studentenheims entdecken – das Gebäude gibt es immer noch, doch ist heutzutage als agrikulturelles Gebäude benutzt. Hier wurde die äußere Mauer mit einer kleineren Bastei auch verstärkt; diese wurde im letzten Jahrhundert vernichtet, als der Bau der Landstrassen stattfand. Eine andere kleine Bastei kann zwischen der Lacknergasse und dem Bächlein Ikva gesehen werden, da, wo die Mauer die Richtung der Patak Strasse folgen. Am inneren Linie der Ferenczi János-Strasse, der Újteleki-Strasse, des Volán Busbanhofs, der Várfal Strasse und der Fehér Dániel Strasse sind die Mauer und zwei kleine Rondellen immer noch sichtbar.

Die Richtung der nach Süden laufenden Mauern brach bei der Stelle des Museums, und früher lag sie dem Deák-Platz entlang. Die nächste Linie, die gegen der Stelle des Krankenhauses bricht, läuft nach oben, Richtung Kõfaragó-Platz. Von hier wird es zu einer Trennungslinie zwischen dem Holzmarkt und den Grundstücken der Pócsi-Strasse, und schließt sich an den Mauern des katholischen Friedhofs an. Zwei kleine Basteien stehen diese Linie entlang. Die äußeren Mauern haben belagerte Gebiete, kleineren Bauernhöfe miteinander verbunden. So ein Gebiet war das Studentenheim der Jesuiten neben dem Wiener-Tore gegen 1660, und der Obst- und Gemüsegarten der Jesuiten (später der Franziskaner) gegen 1700 neben der Ferenczi János-Strasse. Die Darstellung dieser Gärten ist auf der aus 1700 stammenden Gravur von Michel Zakariás zu sehen, die die Stadt aus Vogelsicht vorstellt. Im Legend des Bildes ist das Wiener Tor Windmühltor genannt, das andere zwischen den zwei Türme Bdechthurm. Zur Mauer, die um die Innenstadt liefen, wurden zu dieser Zeit keine Häuser zugebaut. Neben den obgenannten äußeren Mauern gab es eine andere Mauer ein kleines Gebiet umliegend, deren Überresten am Ikva-Ufer und an der zur Innenstadt näher liegenden Stelle des Paprét gesehen werden können. Es gibt einen kleinen Turm auch in der hinter dem Feuerwehrturm liegenden Mauer.

Gegen das Ende des 17. Jahrhunderts, als die Ottomanen das Land verlassen, eine der wichtigsten Handelsstrassen (Pferde- und Rindviehhandel) überquert Sopron. Am Anfang der 18. Jahrhunderts gehört Sopron zu den 10 meist entwickelten Städte Ungarns. Neue Gewerbe – Typographie, das Formpressen von Glocken und Kanonen, die traditionelle Blaumalerei der Textile – tauchen auf. Die Burggraben werden mit Erde aufgefüllt, statt deren kleine Gemüsegarten entwickeln sich. Zu dieser Zeit kommt die Entwicklung der Grabenrunde auch zur Ende. In 1753 das erste Kohlenbergwerk des Landes ist aufgefunden, und, danke dem ersten Dampfenförderer Ungarns, fängt auch an zu funktionieren. Nach 1775 können auch die Einwohner, die keine eigenen Häuser in Sopron haben, das Bürgerrecht erhalten. Nach 1786 wird Sopron allmählich zu einer Kleinstadt, obwohl sie immer noch die Hauptstadt des Komitats ist. Die Anzahl der Einwohnern ist mehr als 11.000 zu dieser Zeit.

In 1835 István Széchenyi wird zum Ehrenbürger der Stadt gewählt, in 1842 errichtet er eine Dampfmühle, und mit der Hilfe von den deutschen Händler entstehen bald auch die Sparkassen. Nach 1840 können die früher ausgewiesenen Juden in die Stadt zurückkehren. Zu dieser Zeit werden neue Häuser nicht nur außer der Vorstädte (die inzwischen schon zu einer Art “äußere Innenstadt” wurden), sondern auch außer der Lackner-Mauer gebaut. Diese Gebiete werden Vorstädte genannt, damit sie von den Vierteln innerhalb der äußeren Mauern unterscheidet werden können. In den Freiheitskämpfen von 1848 spielt die Stadt keine wichtige Rolle, im gleichen Jahr wird sie von den Truppen von Windischgrätz erobert. Nach dem Niederschlag der Freiheitskämpfe wird die Stadt zum Zentrum der Region Transdanubien (die finanziellen, militärischen und polizeilichen Angelegenheiten von 9 früheren Komitaten werden von hier geregelt).

In 1850 ist der Stadtrat abgeschaffen, von den herumliegenden Dörfern gehört von nun an nur Brennberg zu Sopron. Der Eisenbahn zwischen Sopron und Nagykanizsa ist erbaut, doch die Stadt liegt nicht auf der Eisenbahnlinie zwischen Budapest und Wien. Das Gaswerk fängt auch an zu funktionieren. Nach der Einrichtung der Monarchie kriegt Sopron ihre Rolle als Komitätshauptstadt zurück. Gegen der Ende des Jahrhundert eine kapitalistische Entwicklung der Stadt beginnt, die von dem ersten Weltkrieg und der Verkündigung der ersten Ratsrepublik untergebracht wird.

In 1919 nach dem Vertrag von Saint-Germaine ein bedeutender Teil West-Ungarns wird an Österreich geschlossen. Als die Volksabstimmung am 14. Dezember 1921 stattfindet (vom Schlacht von Ágfalva vorweggenommen) Sopron und die benachbarte Gebiete bleiben ungarisch. Nach der Volksabstimmung erhält die Stadt der preiseträchtige Titel von “Civitas Fidelissima” (die treueste Stadt). Manche sagen, dass diese Name schon im Dekret von Ladislaus (Kun) der IV. zu finden war (1277) und der Titel von 1921 ist nur dessen Verlängerung, doch das genannte mittelalterliche Dokument enthält keine Information bezugnehmend auf den Ausdruck “Civitas Fidelissima”. Das Dekret spricht zweimal über Treue: erstens, als es über die treue Einwohner Soprons schreibt, die sich vorstellen (fideles nostri ciues de Supronio), und zweitens, als es über jenen Einwohnern schreibt, die durch die Aufopferung ihrer Kinder ihre Loyalität bewiesen haben (eorum cuium gratam fidelitatem).

In den Jahren zwischen den zwei Weltkriegen liegt die Stadt auf der Grenze, was schwere Verluste in der Wirtschaft verursacht. Die Stadt versucht, diese Verluste durch die Förderung der Textilindustrie und Tourismus zu mildern. Am 19 März 1944 Sopron wird auch von den deutschen Truppen belagert. Gegen Neujahr musste die Stadt drei starke Beschießungen erleiden. Am 31. März erreichten die Sowjeten die Stadt. In den Jahren nach dem Krieg wurde die Mehrheit der deutschsprachigen Einwohner evakuiert. In 1950 verliert Sopron ihre Stelle als Komitätshauptstadt.

Während des Sozialismus liegt die Stadt im so genannten Grenzgebiet, und kann nur mit speziellen Genehmigungen besucht werden. In den späteren Jahren verliert sie allmählich auch ihre Industrie; teilweise hat man das absichtlich gemacht, teilweise ist es passiert, weil die Stadt so schwer anzufahren war. Danach orientiert sich die Stadt eher nach der Kultur. Seitdem Sopron in der Grenzlinie liegt, und der Eiserne Vorhang in so einer Nähe liegt, die Belästigung der Besucher auf den Zügen, Landstrassen, usw. sind regelmäßig. Die Minen werden relativ schnell danach aufgenommen, aber das “moderne”, auf Berührung reagierende Stacheldrahtsystem liegt durch viele Kilometer der Grenze entlang. Die Stadt versucht, sich so zu verteidigen, wie sie kann: während der Soproner Festtage öffnet sie ihre Tore breiter, und zeigt der Besucher ihre verborgenen Schönheiten.

Am 19. August 1989 in Fertõrákos (Kroisbach) das so genannte Paneuropäisches Picknick ist veranstaltet worden, als der Stacheldraht des Eisernen Vorhangs erstmal durchgeschnitten wurde. Hunderte von Ostdeutschen flogen durch die Grenze nach Österreich. Im Jahrzehnt nach dem Wechsel ist die Stadt eine Handels- und Gastarbeiterstadt geworden. Der Einkaufstourismus spielte eine sehr wichtige Rolle, auf welchem Phänomen das ganze System von Einkaufszentrums und Geschäfte aufgebaut worden ist. Die Bedeutung des Einkaufstourismus wird sich nur um der Millennium mäßigen, aber auch dann wird es im täglichen Leben der Stadt sehr wichtig bleiben.

Sopron möchte eine Stadt des Qualitätstourismus, der Unterhaltung, des guten Weines und der vielfältigen Konferenzen werden.